Weihnachtsstern, giftig für Wellensittiche?!

Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima), wörtlich, „die schönste Euphorbia“ (Euphorbia ist nicht nur ein Gattungsname, sondern auch der Name eines großen Pflanzenfamilie). Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit stellen sich viele Menschen diese Zimmerpflanze in die heimischen vier Wände. Besitzer von Wellensittichen, sollten sich die Anschaffung eines Weihnachtssterns genau überlegen. Die Pflanze gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und zählt somit zu den giftigen Zimmerpflanzen für Wellensittiche.

Die Legende vom Weihnachtsstern

Die Legende vom Weihnachtsstern beginnt vor langer Zeit mit einem Bauernmädchen in Mexiko. Dieses Mädchen wurde in der Heiligen Nacht mit einem großen konfrontiert: ihr fehlten die Mittel ein Geschenk für eine Zeremonie, in einer Kirche, beizutragen. Ihr Klagen wurden von einem Bewohner des Ortes gehört, der ihr den Rat gab „Das nur der Gedanke zählt und keine finanziellen Aufwendungen notwendig seien“. Mit diesem Rat machte sie sich auf den Weg in die Kirche und pflückte am Straßenrand etwas Unkraut, um einen Strauß zu verschenken. Das Unkraut was sie sammelte waren einige Blüten vom roten Weihnachtsstern, als sie ihr Geschenk zu präsentieren, in der Kirche, sollte, wurde der Strauß von Unkräutern im Licht der Kirchenkerzen in einem wundervollen Blumenstrauß verwandelt. So wurde die dauerhafte Weihnachtstradition geboren und wir verknüpfen noch heute den Weihnachtsstern mit der Adventszeit und Weihnachtszeit.

Weihnachtsstern in der Adventszeit

Der Weg vom Weihnachtsstern

Weihnachtsstern

Ich persönlich mag diese Legende, da sie einen in eine weihnachtliche, liebevolle Stimmung versetzt. In Wahrheit wurde die Pflanze 1804 von Alexander von Humboldt nach Berlin gebracht und 1833 in Berlin katalogisiert. Da der Weihnachtsstern auch mit geheizten Räumen sehr gut gedeiht, wurde etwa 1950 die Vermarktung der Zimmerpflanze vorangetrieben. Und wird seitdem als

  • Weihnachtsstern
  • Adventsstern
  • Christstern
  • Poinsettie

verkauft und mit viel Gewinn für die Blumenhändler vertrieben.

Euphorbia pulcherrima ist eine subtropische Pflanze und stammt aus Mexiko. Sie war schon bei den Azteken eine beliebte Pflanze. Die Urform, der Poinsettie, ist ein Laub blühender Strauch, der bis zu einer Höhe von 10 Meter wächst. Intolerant gegen Kälte, wird der Weihnachtsstern im Norden in beheizten Gewächshäusern angebaut und zählt zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor.

 

Weltweit zählt der Weihnachtsstern zu den zahlenmäßig am häufigsten angebauten Zimmerpflanzen. Wikipedia

Der Weihnachtsstern ist gar keine Blume

Blumen haben im Allgemeinen wundervolle Blüten, die jeder auf Anhieb erkennen kann. Beim Weihnachtsstern betrachten wir nicht die Blüten, sondern große, bunte Hochblätter. Die tatsächlichen Blüten versteckt Euphorbia pulcherrima etwas. Es sind kleine, unscheinbare gelb-grüne Blüten, die in der Mitte sitzen. Die bunten Hochblätter bilden sich um die eigentlichen und belanglosen Blüten.

Streng genommen müssten wir nicht von einer Blume, sondern einen immergrünen Strauch reden. Doch wer hat im heimischen Blumen Fachhandel schon nach einem Kübel mit einem Weihnachtssternstrauch gefragt. Eine Topfpflanze lässt sich viel besser tragen und passt in jede Wohnung.

Wenn die Rede vom Weihnachtsstern, als Topfpflanze ist, denken die meisten Menschen an die Farbe, rot. Durch immer ausgefallen Züchtungen ist die Blume in weiß, gelb, rosa und in verschiedenen Farbkombinationen zu kaufen.

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Weihnachtsstern mit Blüten
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Hochblätter (Brakteen), in der Ursprungsform sind diese Blätter immer rot.

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Eigentliche Blüte vom Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)

Der Mythos von Poinsettia als giftige Pflanzen – Sind sie schädlich?

Euphorbia pulcherrima

Im Hinblick auf die Toxizität von Euphorbia pulcherrima, könnte man sagen: „Keiner weiß etwas genaues und niemand legt seine Hand ist Feuer.“ Wie meine ich das:

Toxikologen bestätigen, dass Euphorbia pulcherrima in seiner Ursprungsform eine giftige Pflanze ist und dass der Verzehr und der Kontakt bei Mensch, Tier und Haustier schädlich seien. Alljährlich versuchen Gegner dieser Fakten zu behaupten, dass gezüchtete und verkaufte Adventssterne keine Toxizität aufweisen.




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Tatsache ist, dass dieses Weihnachtssymbol sehr schädlich für einige Menschen seien können. Dabei beruht der Schaden nicht auf den Verzehr der Blätter, sondern einfach davon, mit der Pflanze in Kontakt zu kommen.

Warum? Da der Milchsaft, der von den Zweigen sickern kann, bei Menschen mit einer Latexallergie zu einer Kontaktdermatitis führt. Solltest du beim Kontakt mit dem Weihnachtsstern einen Hautausschlag bekommen, bist du definitiv allergisch auf die Pflanze. Bei manchen Menschen führt der bloße Kontakt zu Atembeschwerden. Generell solltest du nach dem Kontakt mit einem Weihnachtsstern deine Hände waschen und nicht mit den Fingern in deine Augen reiben oder in den Mund nehmen.

Was bei dem Menschen schon gefährlich ist, kann für Wellensittiche nicht gut sein. Gerade Wellensittiche, die gerne an alles Knabbern, sind besonders gefährdet vom Milchsaft des Weihnachtssterns. Es gibt keine Statistik über Vergiftungen durch Weihnachtssterne bei Wellensittichen, doch solltet ihr es nicht darauf ankommen lassen. Und sicher wollt ihr nicht den toxischen Gehalt der Topfpflanze an euren Wellensittichen testen.

Vergiftungserscheinungen beim Wellensittich durch Weihnachtssterne

Nicht immer kann man seine Wellensittiche 24 Stunden beobachten und auf mögliche Gefahren achten. Auch wenn ihr euch keine Weihnachtssterne kauft, kann ein Besuch diese als Geschenk überreichen. Wird der Besuch zur Tür gebracht und die Wellensittiche fühlen sich von der Neugier getrieben, kann dieser Moment reichen etwas adventliche Blume zu fressen. Solltet ihr bemerken, dass eure Wellensittiche von der Pflanze gefressen haben. Sollte eurer Weg bzw. Kontakt zum Tierarzt eurer Wahl angetreten werden. Die Vergiftungserscheinungen beim Wellensittich durch einen Weihnachtsstern richten sich nach der aufgenommenen Menge und können dadurch variieren. Jedoch kann der Milchsaft bis zum Tod des Wellensittichs führen. Möglich wären außerdem:

  • blutigem Durchfall/Kot
  • Herzrhythmusstörungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Krämpfe
  • Schleimhautreizungen
  • Lähmungen
  • Leberschäden.

Um das zu vermeiden solltet ihr den Kauf eines Weihnachtssterns gänzlich vermeiden oder in einem Raum aufbewahren, in dem deine Wellensittiche keinen Zugang haben. Denn Vorsicht ist besser als Nachsicht und hohe Rechnungen bezahlen bzw. einen Freund zu beerdigen.

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3 Antworten
  1. Klaus
    Klaus says:

    Man lernt nie aus, ich habe zu jeder Adventszeit mindestens zwei verschiedene Weihnachtssterne im Wohnzimmer gestellt. In diesem Zimmer hielten sich auch die Wellensittiche auf. Zum Glück haben die Wellensittiche nicht den Weihnachtsstern gefressen.

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  2. Elaine
    Elaine says:

    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich bisher auch nicht wusste, dass ein Weihnachtsstern für Wellensittiche gefährlich werden kann. Da ich aber eh immer Pech mit Weihnachtssternen habe, muss ich mir keine Sorgen um meinen kleinen Liebling machen. Weihnachtssterne gehen bei mir nämlich komischerweise immer ein, da fehlt mir wohl einfach der grüne Daumen. 🙂

    Antworten
  3. Ben
    Ben says:

    Sehr sinnvoller Artikel, gerade jetzt, wo die Weihnachtszeit losgeht…
    Ich WEISS, dass mein Wellensittich von der Farbe rot quasi angezogen wird, warum auch immer, der fährt dadrauf total ab. Was ich jedoch nicht wusste ist, dass Weihnachtsstern zu einem Problem werden könnte… Aber jetzt weiss ich dank dir ja bescheid und kann vorsorgen und den Weihnachtsstern in ein anderes Zimmer stellen 🙂

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