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Napf mit Mineralstoffmischung – wichtig für die Verdauung und Mineralstoffversorgung von Wellensittichen

Mineralstoffe für Wellensittiche sind lebenswichtig – sie bilden die Basis für starke Knochen, gesunde Federn und einen stabilen Stoffwechsel. In freier Wildbahn decken Wellensittiche ihren Mineralstoffbedarf über verschiedene natürliche Quellen. In der Heimhaltung dagegen muss gezielt darauf geachtet werden, dass genügend Mineralien für Wellensittiche zur Verfügung stehen. Ein Mangel kann schwerwiegende Folgen haben – von Federproblemen bis hin zu Legenot. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Mineralstoffe dein Wellensittich wirklich braucht, wie du Mangelerscheinungen erkennst und welche Mineralsteine, Picksteine und Naturprodukte empfehlenswert sind.

Warum brauchen Wellensittiche Mineralstoffe?

Wellensittiche haben einen besonders schnellen Stoffwechsel und wachsen kontinuierlich – ihr Schnabel, die Krallen und das Gefieder erneuern sich ständig. Deshalb ist eine dauerhafte Versorgung mit wichtigen Mineralien unerlässlich. In Phasen wie Mauser, Brutzeit oder Krankheit steigt der Bedarf zusätzlich an. Mineralstoffe unterstützen nicht nur die Vitalfunktionen, sondern auch Nerven, Muskeln, Knochen und die Eierschalenbildung bei Weibchen. Erfahre hier mehr über die artgerechte Ernährung von Wellensittichen und wie du sie optimal gestaltest.

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Wichtige Mineralstoffe für Wellensittiche im Überblick

Die folgenden Mineralien gehören zur Grundversorgung jedes Wellensittichs. Eine ausgewogene Kombination sorgt dafür, dass deine Vögel vital, aktiv und ausgeglichen bleiben.

Natürliche Mineralstoffquellen für Wellensittiche

Damit deine Wellensittiche ausreichend mit Mineralien versorgt sind, kannst du ihnen verschiedene natürliche Quellen anbieten. Wichtig ist die Abwechslung – denn jede Quelle liefert unterschiedliche Spurenelemente und Mineralstoffe.

  • Sepiaschale: Natürlicher Kalziumlieferant, wird gern benagt und hilft beim Schnabelabrieb.
  • Grit & Vogelmineralien: Feinkörnige Mineralmischungen, unterstützen Verdauung und Mineralstoffhaushalt.
  • Mineralsteine & Picksteine: Kombination aus Calcium, Magnesium, Phosphor und Spurenelementen.
  • Grünfutter & Kräuter: Löwenzahn, Vogelmiere, Basilikum und andere Pflanzen liefern wertvolle Nährstoffe.
  • Eifutter & Eiweiß-Mineralfutter: Ideal zur Ergänzung während Mauser und Zucht.

Mineralsteine, Picksteine & Kalksteine

Picksteine oder Kalksteine für Wellensittiche sind ein Klassiker in der Vogelhaltung. Sie bestehen meist aus einer Kombination aus Kalziumcarbonat, Magnesium, Phosphor und Spurenelementen. Der Vorteil: Wellensittiche können sich bei Bedarf selbst bedienen. Durch das Benagen des Steins nutzen sie zugleich ihren Schnabel ab – eine natürliche „Pflegefunktion“. Picksteine sind in verschiedenen Varianten erhältlich – von reinen Kalksteinen bis zu aromatisierten Mischungen mit Kräutern oder Muschelkalk.

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💡 Praxistipp: Hänge den Pickstein oder Kalkstein an einer gut erreichbaren, aber sicheren Stelle im Käfig auf – am besten in Brusthöhe der Wellensittiche und so, dass sie bequem von der Sitzstange aus herankommen.

Achte darauf, dass der Stein weder über dem Futternapf noch im Flugbereich hängt. So verhinderst du, dass Krümel ins Futter fallen oder die Tiere versehentlich dagegenstoßen.

Ein regelmäßiger Wechsel alle paar Wochen ist sinnvoll, damit sich keine Rückstände oder Schmutz ablagern. Gleichzeitig nutzen sich Picksteine dadurch gleichmäßig ab – was den Schnabelabrieb natürlich unterstützt.

Tipp für die Praxis: Beobachte, welchen Stein deine Wellensittiche bevorzugen. Manche mögen härtere Sepiaschalen, andere weichere Kalksteine. Durch den Wechsel verschiedener Mineralstein-Typen sorgst du für Abwechslung und eine optimale Mineralstoffaufnahme.

Eierschalen als natürliche Kalziumquelle

Getrocknete und fein zerstoßene Eierschalen sind eine einfache Möglichkeit, Kalzium zu ergänzen. Sie enthalten hauptsächlich Kalziumcarbonat – ein Grundbaustein für Knochen und Eierschalenbildung. So bereitest du sie hygienisch auf:

  • Gekochte Eierschalen gründlich reinigen
  • Im Ofen bei 100 °C etwa 10 Minuten trocknen
  • In einem Mörser fein zermahlen*
  • In kleiner Menge über das Futter streuen

⚠️ Nur Bio-Eierschalen verwenden, hygienisch aufbereiten und nicht dauerhaft füttern. Sie dienen als natürliche, aber nicht dauerhafte Ergänzung.

Kieselerde (Silicium) – natürliche Unterstützung für Gefieder & Krallen

Kieselerde enthält Silicium, ein Spurenelement, das Haut, Gefieder und Krallen stärkt. Es wird meist in Pulver- oder Granulatform angeboten. Eine kleine Menge kann regelmäßig über das Futter gestreut werden. Besonders während der Mauser unterstützt sie den Aufbau neuer Federn und beugt Bruchstellen vor.

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Anwendung: Einmal täglich eine Prise über das Körnerfutter geben, eine Woche lang. Anschließend zwei Wochen Pause. Diese Kur kann regelmäßig wiederholt werden, um Vitalität und Gefiederqualität zu verbessern.

Woran erkennt man einen Mineralstoffmangel beim Wellensittich?

Ein Mineralstoffmangel kann sich schleichend entwickeln. Achte daher auf folgende Anzeichen:

  • Brüchige Krallen oder deformierter Schnabel
  • Mattes, glanzloses oder struppiges Gefieder
  • Geringe Fluglust oder Koordinationsprobleme
  • Schwäche, Krämpfe oder Zittern
  • Weibchen mit Legenot oder dünnschaligen Eiern
  • Unruhe, Stressanfälligkeit oder Appetitverlust
Mineralien für Wellensittiche in Nahaufnahme – verschiedene feinkörnige Mineralmischungen auf Sanduntergrund

Natürliche Mineralstoffe für Wellensittiche in Nahaufnahme.

Wenn du solche Symptome beobachtest, sollte ein vogelkundiger Tierarzt aufgesucht werden. Nur er kann sicher feststellen, ob ein Mangel vorliegt und welche Mineralstoffe ergänzt werden müssen.

Tipps für eine ausgewogene Mineralstoffversorgung

Damit deine Wellensittiche stets optimal versorgt sind, helfen folgende Maßnahmen:

Häufige Fragen zu Mineralstoffen für Wellensittiche

Mineralien sind lebenswichtig für Wellensittiche. Sie unterstützen den Knochenaufbau, stärken die Muskeln und den Stoffwechsel, fördern ein stabiles Immunsystem und sorgen für ein glänzendes Gefieder. Fehlt die regelmäßige Zufuhr von Mineralstoffen, kann es langfristig zu Mangelerscheinungen wie Brüchigkeit, Muskelschwäche oder Legenot kommen.

Zu den wichtigsten zählen Kalzium, Phosphor, Magnesium, Zink, Eisen, Jod, Natrium und Kalium.

Typische Symptome eines Mineralstoffmangels sind:

  • Brüchige Krallen oder ein deformierter Schnabel
  • Mattes, stumpfes oder ausfallendes Gefieder
  • Geringe Fluglust, Schwäche oder Muskelzittern.
  • Nervosität, Krämpfe oder Lethargie.

Bei Weibchen können Anzeichen von Legenot auftreten.

Im Zweifel sollte immer ein vogelkundiger Tierarzt konsultiert werden, um gezielt gegenzusteuern.

Mineralien lassen sich auf verschiedene Weise bereitstellen, am besten in Kombination aus natürlichen und festen Quellen.

  • Sepiaschale – natürlicher Kalziumspender und Schnabelabrieb
  • Mineralstein oder Kalkstein: eine Kombination aus Calcium, Magnesium und Spurenelementen.
  • Grit (mit Muschelgrit und Quarz) – unterstützt die Verdauung
  • Getrocknete, fein zerstoßene Eierschalen
  • Kieselerde: kurweise Gabe zur Gefiederstärkung
  • Kräuter und Grünfutter: natürliche Ergänzung mit Spurenelementen

Mineralstoffe sollten dauerhaft zur freien Verfügung stehen, beispielsweise in Form von Sepia oder einem Mineralstein im Käfig. Ergänzungen wie Kieselerde oder Eierschalen kannst du kurweise anbieten, beispielsweise eine Woche lang mit zwei Wochen Pause. So wird eine Überversorgung vermieden.

Ja, vor allem bei künstlichen Mineralpräparaten kann eine Überdosierung (z. B. von Eisen, Jod oder Kalzium) problematisch sein.
Setze daher bevorzugt auf natürliche Mineralquellen wie Sepiaschale, Grit oder Mineralstein. Sprich bei Unsicherheiten mit einem vogelkundigen Tierarzt.

Ja, denn während der Brutzeit und der Eibildung steigt der Bedarf an Kalzium, Phosphor und Spurenelementen deutlich an. Eine ausreichende Versorgung beugt Legenot, Eierschalenfehlern und Schwächeerscheinungen vor. In dieser Zeit sollten stets frische Mineralsteine und Sepiaschalen verfügbar sein.

Geeignete Produkte findest du im Zoofachhandel, in spezialisierten Online-Shops für Vogelbedarf oder in Apotheken, zum Beispiel Kieselerde oder Vogelgrit. Achte darauf, dass die Produkte für Ziervögel geeignet sind und keine künstlichen Zusätze enthalten.

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Fazit: So deckst du den Mineralstoffbedarf deines Wellensittichs

Eine ausreichende Mineralstoffversorgung ist entscheidend für die Gesundheit und Lebensfreude deiner Wellensittiche. Ob Sepiaschale, Pickstein, Kalkstein oder Kieselerde – jede Quelle hat ihre Vorteile. Die Kombination verschiedener Mineralien sorgt für ein stabiles Gleichgewicht und beugt Mangelerscheinungen vor. Achte auf naturbelassene Produkte ohne Zusätze und biete sie regelmäßig an. So bleiben deine Vögel aktiv, farbenfroh und widerstandsfähig.

💬 Welche Erfahrungen hast du mit der Mineralstoffversorgung deiner Wellensittiche gemacht? Hast du bestimmte Picksteine oder Kalksteine ausprobiert? Welche Produkte haben sich bei dir bewährt? 👉 Teile deine Tipps oder Fragen in den Kommentaren! Dein Feedback hilft auch anderen Haltern weiter, die beste Lösung für ihre Wellensittiche zu finden.

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Vögel sind meine Leidenschaft: Schon seit Kindheitstagen ist mein Leben eng mit Wellensittichen verbunden. Mittlerweile bereichern auch andere australische Sittiche meinen Alltag. Als aktives Mitglied der AZ e. V. teile ich hier fundiertes Praxiswissen für eine Haltung, bei der das Tierwohl an erster Stelle steht. Dieses Projekt betreibe ich mit viel Herzblut – unabhängig, ehrlich und zur Kostendeckung finanziert durch *Affiliate-Links und Werbung.

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    dominik 21. August 2023 at 19:41 - Reply

    Hallo

    Auch eine Frage bzgl. der Eierschale.

    Es reicht doch sicherlich, die Schale kurz in kochenden Wasser zu brühen, um eventuelle Keime abzutöten. Da ich selten Eier koche, sondern anderweitig verwende, sprich Rührei oder zum Backen die Schale kann ich doch sicherlich abkochen und danach anbieten oder nicht?

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      Maik 28. August 2023 at 15:21

      Ja, solltest die Schale dann abkochen und nicht vergessen, dünne Haut auf der Schale des Eis entfernen.

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    A. Kopetzki 30. März 2020 at 10:59 - Reply

    Hallo zusammen, ich habe eine Frage zu den Eierschalen: darf man die nur nach dem Kochen oder auch im „rohen“ Zustand gemörsert geben?

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      Maik 31. März 2020 at 10:30

      Die Eier sollten hart gekocht sein, mindestens 6 Minuten. Die Eierschalen kannst du dann, als Kalk fein gemörsert unter die Körner geben. Dabei sollte die feine Eihaut komplett entfernt werden. Mit dem eigentlichen Ei kannst du wunderbares Eifutter herstellen.