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Was ist Vogelmiere?
Die Vogelmiere (Stellaria media) ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Sie ist weltweit verbreitet und kommt auch in Deutschland sehr häufig vor. Sie wächst auf Äckern, Wiesen, in Gärten und an Wegen. Als sogenannte Ruderalpflanze gedeiht sie auf nährstoffreichen, durchlässigen Böden.
- Botanischer Name: Stellaria media (Familie Caryophyllaceae)
- Vorkommen: Häufig auf Wiesen, in Gärten, an Wegrändern – leicht zu finden.
- Merkmale: 10–40 cm hoch, niederliegend bis aufsteigend, weiß sternförmige Blüten von April bis November
Warum ist Vogelmiere so wertvoll?
| Nährstoffe | Wirkung für Wellensittiche |
|---|---|
| Vitamin A | Stärkt Sehvermögen und Immunsystem |
| Vitamin C | Unterstützt Zellschutz und Abwehrkräfte |
| Vitamin E | Antioxidative Wirkung gegen Zellschäden |
| Kalzium | Wichtig für Knochen und Federn |
| Magnesium | Essenziell für Muskeln und Nerven |
| Eisen | Fördert Sauerstofftransport |
| Kieselsäure | Unterstützen Feder- und Hautgesundheit, besonders bei der Mauser |
Ist Vogelmiere wirklich geeignet?
✅ Abwechslungsreich – neue Geschmacksrichtung und Textur für Naturfans.
✅ Mauserhilfe – Kieselsäure stärkt Federn während des Federwechsels
✅ Jahreszeit-neutral – wächst meist ganzjährig und besonders winterhart
✅ Teil vieler empfohlenen Kräutersorten wie Löwenzahn, Giersch, Brennnessel
Worauf beim Sammeln achten?
Wenn du Miere für deine Wellensittiche sammeln möchtest, stelle sicher, dass der Standort nicht mit Pestiziden oder anderen für Vögel gefährlichen Substanzen behandelt wurde. Du solltest sie nicht an stark befahrenen Straßen, auf Wiesen, auf denen viele Hunde spielen, oder in Gärten, in denen häufig gedüngt wird, pflücken.
- Sammle nur ungebehandelte Pflanzenteile – fern von Straßen, düngten Feldern, Pestizid-Behandlungen
- Nur Blätter und Triebspitzen pflücken, damit die Pflanze weiterwachsen kann
Frisch oder getrocknet? So fütterst du richtig
Die Vogelmiere kann sowohl frisch als auch getrocknet verfüttert werden. Besonders gerne fressen Wellensittiche die halb reifen Samenkapseln.
- Schneide die Pflanze in kleine Stücke, damit sie leichter gefressen werden kann.
- Binde sie zu kleinen Sträußchen zusammen und hänge sie in den Käfig.
- Du kannst die Vogelmiere auch auf dem Boden des Käfigs verteilen.
Besonders wichtig ist sie jedoch in den Wintermonaten, in denen du sie als Nahrungsergänzung für Wellensittiche anbieten kannst. Sie ist dafür bekannt, auch bei kühlen Temperaturen zu gedeihen. Es ist jedoch zu beachten, dass die Verfügbarkeit von Vogelmiere je nach geografischem Standort und lokalen klimatischen Bedingungen variiert.
Vogelmiere selbst anbauen
Im Topf (Balkon, Fensterbank)
- Töpfe oder Schalen mit durchlässiger Erde füllen.
- Samen dünn aufsäen und leicht andrücken.
- Boden feucht halten (Sprühflasche), nicht nass.
- Bei 15–20 °C keimen die Samen nach ca. 7–14 Tagen.
- Pflanzen umtopfen, wenn sie größer werden
Im Garten Vogelmiere kultivieren
Vogelmiere lässt sich im Garten besonders unkompliziert anbauen – und das oft ganz ohne Zutun. Wer einen naturnahen Garten besitzt, findet sie meist schon zwischen Beeten, auf ungenutzten Flächen oder in schattigen Ecken. Sie ist ein klassischer „Selbstsiedler“: Einmal da, vermehrt sie sich gerne von selbst, solange sie nicht konsequent entfernt wird.
So förderst du das Wachstum gezielt:
- Standort: Halbschattige bis sonnige Bereiche mit lockerem, humusreichem Boden sind ideal. Auch unter Sträuchern oder Hecken fühlt sich Vogelmiere wohl.
- Boden: Der Boden sollte mäßig feucht, aber gut durchlässig sein. Zu schwere oder zu trockene Erde hemmt das Wachstum.
- Aussaat: Wenn keine natürlichen Bestände vorhanden sind, kann Vogelmiere gezielt ausgesät werden. Saatgut ist im Fachhandel erhältlich oder lässt sich von bestehenden Pflanzen durch Reiben der reifen Samenkapseln gewinnen.
- Pflege: Die Pflanze ist äußerst pflegeleicht. Regelmäßiges, leichtes Gießen reicht aus – Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
- Ernte: Bereits 2–3 Wochen nach der Aussaat sind die ersten zarten Triebe erntereif. Durch regelmäßiges Ernten wird die Pflanze zu neuem Austrieb angeregt.
Nachhaltiger Anbau für ganzjährigen Bedarf
Im Frühjahr, Sommer und Herbst gedeiht Vogelmiere im Garten meist ganz natürlich. Um auch im Winter frisches Grün zur Verfügung zu haben, lohnt es sich, einige Töpfe ins Haus oder in ein unbeheiztes Gewächshaus zu holen. So kann die Versorgung mit frischer Vogelmiere nahezu ganzjährig sichergestellt werden – eine tolle Ergänzung zur klassischen Körnerfütterung.
Vorsicht bei Unkrautvernichtung
Wenn du Vogelmiere gezielt anbaust, achte darauf, dass in unmittelbarer Umgebung keine chemischen Unkrautvernichter oder Pestizide zum Einsatz kommen. Diese Rückstände können über die Pflanze aufgenommen werden und beim Verzehr durch die Vögel gesundheitliche Schäden verursachen.





Was? Dieses Zeug kann ich meinem Wellensittich geben? Das ist ja geradezu phänomenal! Das wächst nämlich entlang meines Gartenzauns in wirklich rauen Mengen. Da werde ich nachher gleich mal zum „Ernten“ gehen :D
Dann wünsche ich viel Spaß bei der Ernte der Vogelmiere. Nicht vergessen die Miere vorher gut Abwaschen.
Hehe…. danke für den Tipp! Das Zeug wächst tatsächlich in unserem Garten. Bis jetzt ist die Vogelmiere immer direkt auf dem Kompost gelandet. Aber in Anbetracht deines Beitrags hier, werde ich unserem Wellensittich wohl mal ein bisschen was von dem Zeug zum probieren geben. Nur schade, dass ich ihn nicht draußen fliegen lassen kann, dass er mir das Jäten quasi abnimmt ;)
Um das jäten der Vogelmiere musst du dich schon kümmern. Du wirst sehen, wie sehr deine Wellensittiche auf die Vogelmiere fliegen werden.
Die vielen verschiedenen Nährstoffe und Vitamine machen die Miere zu einer wichtigen Frischfutter für alle Sittiche.