Tulpen sind giftig

Tulpen giftig für den Wellensittich

Tulpen läuten den Frühling ein, so denken wir auf jeden Fall und auch der Handel stellt sich kurz nach dem Winter, auf die Farbenpracht der Tulpen ein und verkauft die Schnittblumen in großen Mengen.
Wie viele dachte ich immer, das Tulpen zu den Frühjahrsblüher gehören, schließlich sind es die ersten Schnittblumen die man sich in der Vase stellt. Das besondere an einer abgeschnittene Tulpe ist, dass sie selbst im Wasser  weiter wächst. Dabei gehört sie Blume überhaupt nicht zu den Blumen des Frühjahres wie das Schneeglöckchen, Nazissen bzw. Osterglocken und Forsythien.

Systematik von Tulpen

Tulpe mit Narbe

Systematik lt. Wiki
Klasse:Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung:Lilienartige (Liliales)
Familie:Liliengewächse (Liliaceae)
Unterfamilie:Lilioideae
Gattung:Tulpen
WissenschaftlichTulipa Liliaceae

Die Blütezeit hat die Tulpe von April bis Mai, dabei können die glockenartigen Blüten bis zum 60 cm aus der Zwiebel ragen. Mit 150 Arten der Gattung gibt es sie in den verschiedensten Farben und Formen. Die Blütenfarben können weiß, gelb, orange, rosa, rot, blau, schwarz und/oder mehrfarbig sein. Ihr Anbaugebiet erstreckt sich von Asien, Europa und Afrika, selbst in den Alpen wächst die Gartenpflanze.

Tulpen aus Amsterdam?!

Leider nicht, die meisten Schnittblumen im Handel kommen aus Afrika – genauer gesagt aus Kenia. Rund 500 MillionenBlumen werden allein in Deutschland verkauft. Achtet daher immer auf das Fairtrade-Siegel beim Blumenkauf.

Was macht Tulpen giftig?

Giftigkeit von Tulpen

Die Natur hat schon einen komischen Humor, denn alles was wunderschön ist und früh erweist sich als giftig. Dabei meint es die Blume gar nicht böse mit uns oder unseren Haustieren, die enthalten Gifte ist ein Schutzstoff gegen Feinde. Für die Pflanze selbst wirken die Giftstoffe antibiotisch, ähnliche Merkmale zeigen Weiden im Frühjahr. Das Gift von dem ich hier schreibe nennt sich Tulipanin, welches sich von der Zwiebel in die gesamte Pflanze verteilt. Bis zu 2,5 % Glykoside enthält die gesamte Pflanze, dass bedeutendste ist Tulipalin A.

Hinweis

Die Gifte der einzelnen Tulpensorten ist unterschiedlich dosiert. Für den erwachsenen Menschen sind sie kaum gefährlich, jedoch für Kleinkinder und Haustiere. Besonders Kleintiere, wie der Wellensittich, sollten nicht mit Tulpen in Kontakt kommen.

Tulipalin A kommt hauptsächlich in einer Reihe von Pflanzen der Familien der Liliengewächse vor. Dabei gibt es verschiedene Tulipaline, es gibt sie von A – D. Sie sind die medizinische Versorgung bestimmter Pflanzen, bei Verletzungen behandelt der Stoff das Pflanzengewebe und wirkt dabei u.a. als Fungizid.

Warum ist die Tulpe gefährlich für Wellensittiche?

Pflanzenteile der Tulpe sind für gesundheitsschädigend für Wellensittiche

So schön, aber gefährlich! So sind alle Bestandteile einer Tulpe für den Wellensittich giftig. Frisst dein Wellensittich versehentlich an der Zierpflanze kann es zu Vergiftungserscheinungen und Verletzungen der Schleimhäute kommen. Zusätzlich wirken die enthaltenen Tuliposide A und B sowie Tulipin für Erbrechen, Durchfall, Magen- Darmbeschwerden und sollten schnellstmöglich von einen Tierarzt behandelt werden. Auch das Blumenwasser sollte dein Vogel nicht trinken, Tulpen sondern einen Schleim im Wasser ab, der die gleichen Giftstoffe enthält.

Sofortmaßnahme

Dein Wellensittich muss nach dem Verzehr von Tulpe viel trinken, zudem solltest du das Wasser mit Vogelkohle versehen. Diese kannst du auch unter das Futtermischen.

Neben fressen von Tulpen kann auch der Kontakt mit verletzten Blumenbestandteile bzw. der Zwiebel zu Gesundheitsschädigen führen. Die Tulpendermatitis kann exzemartige Reizungen der Haut hervorrufen. Wer sich den Frühling trotzdem ins Haus holen möchte, sollte die Vase voller Tulpen an einen anderen Ort aufstellen, als dort wo sich die Wellensittiche gewöhnlich aufhalten.

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