Tiere als Weihnachtsgeschenk wirklich sinnvoll?!

Wir befinden uns momentan in der Phase, in der wir auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk sind. Bei vielen Menschen schwirrt der Gedanke im Kopf ein Haustier zu verschenken, sei es ein Hund, eine Katze, ein kleinen süßen Nager oder ein Vogel, wie der Wellensittich.

Angestachelt von der Werbung oder den Filmen, die in der Vorweihnachtszeit laufen. Glauben viele Menschen, dass ein lebendes Tier das Weihnachtsfest unvergessen macht und besonders die Kinder strahlende Augen bekommen und ein erhoffter Traum in Erfüllung geht. Ich habe es regelrecht vor den Augen, wie in Filmen mit den Zuschauern gespielt wird.

In vielen amerikanischen Blockbuster läuft das immer nach demselben Schema ab:

Das Wohnzimmer ist weihnachtlich dekoriert und die Weihnachtsgeschenke liegen unter einem riesigen Baum. Die Szene zeigt Bilder von einem gemütlichen Familienweihnachtsmorgen, bitte denkt daran, dass in einigen Ländern die Weihnachtsgeschenke am 25. Dezember verteilt werden. Die Kinder der Familie stürzen im Schlafanzug eine Treppe hinunter und laufen zum Baum, die Eltern folgen den Kindern ins Wohnzimmer und das erste Weihnachtsgeschenk darf geöffnet werden. Jedes Kind schnappt sich ein Geschenk und es wird hemmungslos aufgerissen. Noch nicht ganz offen, rumpelt mit mal ein Weihnachtsgeschenk hin und her.

Der Deckel des Geschenkes öffnet sich und zwei Kulleraugen schauen einen liebevoll an. Mit weit aufgerissenen Augen, voller Ehrfurcht und Staunen schauen die Kinder auf den Welpen. Um es noch etwas gefühlvoller zu gestalten, muss die kleine Mary nun einige Tränen kullern lassen und ihre Eltern schauen sich zufrieden an. Die Szene setzt sich fort, indem der Welpe über den Berg von Weihnachtsgeschenken stolpert und die Kinder den Kleinen in den Arm nehmen.

Mit viel Ironie sagen ich dazu, dass ist also die heile Welt und der Geist von Weihnachten. Bei vielen Menschen setzt sich diese Fiktion so fest, dass sie wirklich glauben ein Haustier sei das passende Weihnachtsgeschenk, um die Lieben glücklich zu sehen. Das ist eine falsche Vorstellung, dass wirkliche Leben ist kein Film.

Gründe, warum lebende Tiere kein Weihnachtsgeschenk sind

Außerdem steckt die Weihnachtszeit voller Gefahren für jedes Haustier und der Start ins neue Leben würde sofort Risse bekommen.

 

Sind Sie bereit für ein Haustier?

Bevor Sie sich entscheiden ein Haustier aufzunehmen, sollten Sie prüfen ob Sie und/oder Ihre Familie bereit für ein Tier sind. Statt ein lebendes Tier zu verschenken, würde es ein Buch über die Tierart einiges an Kenntnisse über eine artgerechte Haltung vermitteln. Sprechen Sie mit Freunden und Familienmitglieder oder einem Tierarzt, welcher Zeitaufwand und welche Kosten notwendig sind und ersparen Sie dem Tier ein unglückliches Leben.

 

 

Besteht der Wunsch nach einem Tier noch nach Weihnachten, so empfehle ich Ihnen ein Besuch im lokalen Tierheim. Die Chancen stehen gut, wenn Sie Ende Januar oder Februar einem Tier ein verspätetes Weihnachtsgeschenk machen und es aufnehmen. Die Mitarbeiter beraten Sie sicher gerne bei der Wahl des passenden Tieres.

Hinweis

Verantwortungsvolle und seriöse Züchter von Tieren, werden Ihnen kein Tier als Geschenk verkaufen. Sie wissen um das Phänomen und möchten, dass ihre Tiere nicht im Tierheim landen.

 

Alternativen für ein Tier als Weihnachtsgeschenk

Mit einem Plüschtier werden Sie bei Ihren Kindern sicher keine Freude hervorrufen, wenn diese sich ein Tier gewünscht haben. Verschenken Sie doch eine Tierpatenschaft. Viele Tierheime oder Tierschutzorganisationen bieten Patenschaften für Tiere an. Eine weitere Alternative ist eine ehrenamtliche Tätigkeit. Ihr Kind kann sich um ein gewünschtes Tier regelmäßig kümmern und lernt so was das Tier benötigt. Dabei müssen verschiedene Aufgaben erledigt werden:

  • Reinigung Hundezwinger,
  • Reinigung von Katzengehege, Kleintierkäfige usw.,
  • Pflege und Versorgung der Tiere und
  • Gassi gehen mit den Hunden.

Es gibt keine bessere Vorbereitung von Kindern für ein eigenes Haustier, als diese Unterstützung der Tierheime.

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4 Antworten
  1. Derya
    Derya says:

    Im Grunde gebe ich dem Autor vollkommen Recht. Ein Haustier als Weihnachtsgeschenk ist in vielen Fällen weder gut durchdacht, noch passend. Oftmals wird dem Tier auf Dauer dadurch eher geschadet.
    Allerdings kann man das auch nicht verallgemeinern. Meinen ersten Wellensittich habe ich auch zu Weihnachten bekommen, wie ich es mir gewünscht hatte. In meinem Fall ist das ganze sehr gut ausgegangen. Mein Piepmatz hatte ein schönes Leben und es ging ihm immer gut. Allerdings hatte ich vorher bzw. parallel noch andere Haustiere und wusste, dass man einiges an Verantwortung aufbringen muss.

    Ein solches Geschenk macht in meinen Augen nur dann Sinn, wenn die Familie sich tatsächlich auf das neue „Familienmitglied eingestellt hat, die Kinder alt genug sind, um Verantwortung zu übernehmen und die Eltern auch ein Auge darauf haben, dass das Tier gut versorgt ist.

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  2. Doris Kamp
    Doris Kamp says:

    Da kann ich Michael nur zustimmen. Ich möchte behaupte das 90% der Tiere die für Kinder gekauft werden, später bei den Eltern landen und wenn die kein interesse haben ist das Tier wirklich sehr schlecht dran!

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  3. Michael
    Michael says:

    Danke für diesen Artikel. Ich finde in diesem Bereich sollte noch viel mehr Aufklärung statt finden. Tiere sind keine Geschenke. Man muss sich klar sein das man für ein Tier genauso da sein muss wie für einen Menschen. Und das je nach Tier über Jahrzehnte. Und das gerade auch finanziell. Deswegen finde ich es auch falsch einem Kind ein Tier zu schenken. Sobald das Kind Älter wird verliert es das Interesse. Tiere sollte man immer sich als Familie anschaffen.

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  4. Rüdiger
    Rüdiger says:

    Ich finde diesen Artikel sehr gut, er zeigt eindeutig das der Mensch niemals Tiere als Geschenke bzw. Weihnachtsgeschenke kaufen sollte. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter weiß ich nur zu gut, wie viele Tiere nach Weihnachten in Tierheim landen. Es ist einfach Schade, dass in Filmen immer die heile Welt und nicht die Realität gezeigt wird. Doch diese Wahrheit würde in der besinnlichen Weihmachtszeit vielen Menschen, neben den gesamten Spenden aufrufen, nur zusätzlich belasten.

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