Alexandersittich Pärchen

Alexandersittich – Der große Sittich mit dem Halsband

Der Alexandersittich gehört zur Gattung der Edelsittiche und ist die am längsten bekannteste Papageienart. Der Weg führte den Psittacula eupatria von Indien nach Europa.

Kein anderer als Alexander der Große brachte den Sittich bereits ca. 300 vor Christus von seinen Wanderungen mit nach Europa. Die Forscher gehen davon aus, dass Alexander den kleinen und den großen Alexandersittich im Gepäck hatte. Im Gegensatz dazu wurde der Wellensittich erst 1840 in Europa eingeführt und gezüchtet. Mitte des 19. Jahrhunderts war dieser Vogel nur vereinzelnd in Vogelhandlungen oder zoologische Einrichtungen zu finden. Das änderte sich erst 1878, die Zahl der Alexandersittiche in Zoos und anderen Einrichtungen stieg langsam an. Doch die Zahlen hielten sich immer in Grenzen, was noch heute der Fall ist. Wer Alexandersittiche kaufen möchte, kann das eigentlich nur bei speziellen Züchtern oder Vogelschauen machen.

Der Alexandersittich Überblick

Der große Alexander gehört zu den Wachsschnabelpapageien und wird in den Unterarten

  • Psittacula eupatria
  • Psittacula eupatria nipalensis
  • Psittacula eupatria magnirostris
  • Psittacula eupatria avensis

unterteilt. Seit 2008 steht der Sittich auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

großer Alexandersittich

Herkunft

Die Sittiche leben in großen Schwärmen in den Wälder und Kulturlandschaften in Südindien und Ceylon. Da dieser Vogel sehr robust ist, gibt es auch einige kleinere Kolonien in Deutschland. Sicher sind es eingeflogene oder ausgesetzte Exemplare.

Äußere Merkmale

Das Gefieder ist vorwiegend olivgrün, um den Hals verläuft ein Band. Dieses ist vorne Schwarz und im Nacken rosafarbend, das Halsband der Alexandersittiche zeigt sich bei männlichen Vögel ab einem Alter von 2,5 Jahren. Ein braunroter Fleck ziert die Schultern und das Gefieder der Schwanzfedern sind blaugrün und mit gelben Spitzen. Der knall rote Schnabel ist sehr auffallend. Graue Füße und gelbliche Augen runden das Aussehen ab.

Weibliche Tiere besitzen kein Halsband und die Farben sind nicht so kräftig, wie bei den Männchen. Vor allem der rote Fleck auf den Schultern ist nicht so dominant. Er kann bis zu 58 cm groß werden, dabei wird eine Flügelspanne von bis zu 44 cm erreicht. Erwachsene Vögel können ein stolzes Gewicht von 300 Gramm erreichen.

Beim Fotografieren der Alexandersittiche wurde es mir schon mulmig im Magen, als die großen Vögel in der Voliere auf mich zu kamen. Dennoch war ich von der Eleganz und anmut sehr fasziniert.

Haltung von Alexandersittichen

Große Alexandersittiche sollten nicht unbedingt mit Wellensittichen gehalten werden, die zarten Wellis hätten beim großen Kollegen keine Chance.

Durch den kräftigen Schnabel sollten sie in stabilen, fest verbauten Volieren untergebracht sein. Diese sollte mindestens eine Länge von 4 Meter haben, der Schutzraum sollte 2 Quadratmeter nicht unterschreiten. Auf Holz sollte beim Bau verzichtet werden, dieses würde völlig zerstört werden. Und trotz des kräftigen Schnabels sind es sehr friedliche Vögel, die schnell zahm werden. Es sind sehr saubere Vögel, deshalb sollte immer eine Bademöglichkeit angeboten werden.

Eine ausgiebige Beschäftigung ist bei der Haltung erforderlich. Spielplätze aus verschiedenen Zweigen sind nötig.
Beabsichtigt man die Zucht von Alexander so sollten die Vögel mindestens 3 Jahre alt sein und eine große Bruthöhle muss angeboten werden. Alles andere erledigt die Natur.

Die Lebenserwartung von Alexandersittichen beträgt bis zu 30 Jahren.


Haltung von Alexandersittiche

Ernährung der Alexandersittiche

Der Speiseplan sollte abwechslungsreich sein. Ähnlich wie bei der Ernährung von Wellensittichen kann Obst und Gemüse gefüttert werden. Nüsse, Sonnenblumenkerne, Hirse und Glanzsaat sollten nicht fehlen, Futtermischungen für Großsittiche sind auf die Ernährung abgestimmt. Jedoch sollten die Sonnenblumenkerne nicht überwiegen, da diese sehr fetthaltig sind. Bei wenig Bewegung neigen Alexandersittiche zu Verfettung.

Wie bei allen Sitticharten sollten Mineralien, wie Sepia oder Kalksteine nicht fehlen. Auch Vogelgrit ist bei der Ernährung sehr wichtig.

Junger Alexandersittich

Das Wellensittich-Infoportal bedankt sich recht herzlich für den Informativen Nachmittag und fotografischen Genuss bei einem meisterhaften Ziervogelzüchter in Rostock.

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